Jodhpurhose

Unter Jodhpurhose versteht man eine knöchellange Hose, die an den Oberschenkeln weit geschnitten ist und zum Knöchel hin schmal zuläuft. Klassisch war die Jodhpurhose eine Reithose und an den Innenseiten der Schenkel mit festen Materialien wie Leder verstärkt. Heutige Jodhpurhosen bezeichnen lediglich eine Hose mit dem charakteristisch weitem Schnitt an den Oberschenkeln und schmalen Knöcheln.

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Reiterhose

Die Jodhpurhose ist nach der indischen Stadt Jodhpur benannt. Die Stadt war bekannt für ihre Pferdezuchten und das Polospiel. Als die Engländer die Reithosen der Inder Anfang des 19. Jahrhunderts in Jodhpur entdeckten, statteten sie ihre Kavallerie mit dem bequemen Beinkleid aus. Die Jodhpur-Hose wird nicht mit klassischen Reitstiefeln getragen, sondern mit speziell gefertigten Jodhpur-Stiefeln, die mit einem Riemen an der Hose befestigt werden.

Trendhose aus Indien

Heute werden klassische Jodhpurhosen vor allem in der Freizeit-Reiterei eingesetzt. In der Modebranche sind Jodhpurhosen seit Anfang des neuen Jahrtausends ein Trendthema. Nicolas Ghesquière, Marc Jacobs und Jean Paul Gautier zeigten auf ihren Schauen allesamt die Jodhpur-Hose als Fashion-Item.

Der Schnitt mag bequem aussehen, verzeiht Frauen aber wenig: Nur schlanke Frauen sollten die Jodhpur-Hose mit flachen Stiefeln tragen, wer ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat, muss mit High Heels ausgleichen. Die Hose wurde ursprünglich von Reitern getragen und kann dementsprechend männlich aussehen. Ausgleichen kann man das durch feminine Blusen oder eine luftige Tunika, so wirkt die Jodhpurhose elegant und lässig zugleich. Aus festem Chino- oder Baumwoll-Stoff passt die Hose zu fast allen Freizeitaktivitäten, wer es noch lässiger mag, der trägt die Jodhpurhose aus Jerseystoff zum Sport.

Merkmale der Jodhpurhose

  • Ursprünglich eine Reithose aus Indien
  • Gekennzeichnet durch den weiten Schnitt an den Oberschenkeln und schmal zulaufend an den Knöcheln
  • Wird heute vor allem als Trendhose in Freizeit oder Sport getragen

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