Was ist der Vintage Look?

Fragt man Hollywood-Stars auf dem roten Teppich woher das Kleid denn sei, bekommt man immer häufiger die Antwort: „It’s vintage!“. Angefangen hat damit Julia Robert, als sie bei der Oscar-Verleihung 2001 ein 20-Jahre altes Valentino-Kleid trug. Vintage wurde immer salonfähiger und gilt heute als ein Ausdruck von spezieller Erlesenheit.

Die gute, alte Zeit

Der Begriff „Vintage“ stammt eigentlich aus dem Bereich der Weinlese. Mittlerweile steht der Begriff für eine besonders gute Ernte, sowohl im Tabak als auch im Weinanbau. Die meisten aber kennen „Vintage“ aus der Modewelt. Es bezeichnete lange den Modestil der 40er bis 70er Jahre. Mode ab 1980 gilt als „Retro“, Kleidung älter als 90-100 Jahre darf sogar als antik bezeichnet werden. Allerdings sind diese Grenzen fließend und in der Fashionwelt bezeichnet „Vintage“ heute alles älter als 10 – 15 Jahre. Dabei sind Labels und Designer aber immens wichtig.

Erstens, weil sie für Qualität stehen und man sicher sein kann, dass das Vintage-Teil auch noch einmal 20 Jahre übersteht. Zweitens, weil Chanel, Louis Vuitton und Valentino Klassiker kreieren und kreiert haben. Ihre Entwürfe sind oft zeitlos, passen zu fast allem und bringen eine ganz eigene Note in jedes Outfit. Die meisten Stücke wurden nur in kleiner Zahl angefertigt oder sind gar Einzelstücke. Handarbeit wurde damals noch großgeschrieben und so findet man an Vintage-Mode oft handgeklöppelte Spitze, Stickereien oder außergewöhnliche Applikationen. Auch Schmuck ist heute oft „Vintage“. Einzigartige Steine und Verarbeitung machen aus diesen Stücken nicht reproduzierbare Klassiker.

Was ist kein Vintage?

Mode, die lediglich 10 Jahre alt ist, würde eher als Retro bezeichnet werden, natürlich kann aber auch sie irgendwann „Vintage“ werden. Viele Labels, Shops und Produzenten nutzen den aktuellen Vintage-Trend zu ihren Gunsten und werfen massenhaft „auf alt gemachte“ Mode auf den Markt. Diese mag hübsch aussehen und tragbar sein, ist aber keine „Vintage-Fashion“. Massenproduzierte Mode ist niemals „Vintage“ und wird es auch nicht werden. Der Faktor Einzigartigkeit fehlt.

Wo kann man Vintage-Mode kaufen?

Am besten shoppt man Vintage-Mode in ausgewählten Second-Hand Läden, die auf Designermode und Labels spezialisiert sind. In den USA und europäischen Großstädten gibt es auch „Vintage-Stores“. Dort zu stöbern kommt einen aber fast immer teuer zu stehen, denn hier sind Stücke und Marken ausgesucht und man weiß um den Liebhaber-Wert einer Chanel-Tasche aus den 50ern, während man in Second-Hand Läden auch oft Schnäppchen findet. Nicht echte Vintage-Mode, aber dafür schöne Replikate bekommt man auf Handwerksbörsen im Netz oder Auktionsplattformen.

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